Der besondere Tag im Golfclub am Donnersberg

Von Hans-Joachim Redzimski

Auf diese Worte mag der eine oder andere gewartet haben … Der Präsident im Golfclub am Donnersberg, Michael Tschoepke, enttäuschte sie nicht. Beim Abschlussessen im Clubhaus für eine Gruppe an Krebs erkrankter Kinder und ihrer Familien sprach er für das nächste Jahr eine weitere Einladung an den Röderhof aus. ,,Wenn es Euch gefallen hat, dann laden wir Euch nächstes Jahr wieder ein. Fühlt Euch herzlich willkommen auch nächstes Jahr“, sagte er.

Zum dritten Mal waren am Sonntag (18. Oktober) Gäste aus dem Elternhaus der Deutschen Leukämie-Forschungs-Hilfe, Ortsverband Mannheim, in den Golfclub am Donnersberg gekommen. Die Einladung ist das Resultat von engen Beziehungen zwischen dem Elternhaus in der Neckarstadt und dem Spielführer im Golfclub, Hans-Peter Hain. Die Charity-Aktion ist eine der Höhepunkte im Clubleben.

Wie die Reaktion der Gäste auf eine weitere Einladung ausfallen würde, dürfte jedem klar gewesen sein. Elfriede Breiter, die Leiterin des Elternhauses, das Eltern und Familien krebskranker Kinder während der Behandlung in der Universitätsmedizin Mannheim eine nahegelegene und bezahlbare Übernachtungsmöglichkeit bietet, wollte nichts anderes sagen als: ,,Also bis zum nächsten Mal. Und vielen, vielen Dank für das Angebot.“

Der besondere Tag begann wie immer auf der Driving Range, wo die Clubverantwortlichen und eine Vielzahl der ehrenamtlicher Helfer, die sich in den Dienst der guten Sache stellten, auf die Besucher wartete. Einige steuerten den Golfclub individuell an, das Gros kam indes mit dem Bus. Präsident Michael Tschoepke, erleichtert darüber, dass es nicht Bindfäden regnet wie im Vorjahr, begrüßte die Besucher mit den Worten: ,,Die ganze Anlage steht Euch zur Verfügung.“ Und Hans-Peter Hain gab die Losung für die Kinder für diesen Tag aus: ,,Ihr sollt einen Tag Spaß haben; Eure Eltern sollen mit dabei sein.“

Und schon ging das vorbereitete Programm los: weites Abschlagen mit C-Trainer Björn Neisel auf der Driving Range, Besuch im benachbarten Eselhof bei Rosemarie und Wolfgang Weiske, Reiten auf zwei Welsh-Cop-Stuten hoch zum Halfwayhouse, präzises Einlochen auf dem Puttinggrün mit Rüdiger Prottung und Fahrten mit den Carts über den Platz mit den Clubmitgliedern. Es waren viele unterschiedliche Eindrücke, die auf die in Gruppen eingeteilten Kinder und ihre Begleiter warteten.

Spektakulär war vor allem das Reiten auf den beiden Stuten Carys und Meranda über den Weg hoch zum Halfwayhouse. Reittherapeutin Isabelle Tschoepke und Paula Brand führten die Pferde an der Leine hoch und runter. Für die Kinder, die sich darauf einließen, lag somit an diesem Tag ihr Glück auch auf dem Rücken der Pferde.

Für die 20 Kinder, die mit ihren Eltern gekommen waren, davon zehn Kinder, die die Diagnose Krebs erhalten hatten und sich in Behandlung begeben mussten, ging die Zeit wie im Fluge vorbei. Für einige sogar zu schnell; sie nutzten nach dem Essen jede verbliebene Minute bis zur Abfahrt aus, etwa um auf dem Puttinggrün noch weiter das Einlochen zu üben. Ein Beweis dafür, dass das von Hans-Peter Hain für den Tag ausgegebene Motto, einfach nur Spaß zu haben, gefruchtet hat. Wie bewegend so ein Tag auch sein kann: Ein Kind, das im Vorjahr den Ausflug in den Golfclub mitgemacht hat, konnte es dieses Jahr nicht mehr.

Dass diese Einladung in den Golfclub so stattfinden konnte, daran haben wieder etliche Spender einen großen Anteil gehabt, wie Hans und Barbara Busanny-Caspari, der Saar-Pfalz-Cup, der Schorleclub, der Seniors Day, Christel und Ulrich Arneths ,,Paula“, Max und Anette Gasser und viele weitere Spender. Hans-Peter Hain konnte den Kindern und ihren Familien zum Schluss des Tages nur eines zurufen: ,,Ihr wart eine echte Bereicherung für den Golfclub.“

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