Nach der Trockenheit: Platz bekommt eine Herbstkur

Von Hans-Joachim Redzimski

Der Platz im Golfclub am Donnersberg bekommt eine Herbstkur. Das hat Gunter Neureuther, Vorstand für Platzpflege und -entwicklung, angekündigt. Er spricht über die Maßnahmen auf den Fairways, den Abschlägen und den Vorgrüns.

Wie sieht aktuell die Situation des Golfplatzes aus?

Der Golfplatz wird wieder grüner, nachdem es geregnet hat. Doch er leidet noch unter den Folgen der Trockenheit und des Hitzestresses. Das trifft insbesondere auf die Abschläge und die Fairways zu. Uns fehlen für das Jahr zirka 150 bis 200 Millimeter Niederschlag, dies bedeutet 150 bis 200 Liter Wasser pro Quadratmeter. Aufgrund der neuen Fairwayregner konnten wir die Bewässerung der Fairways bis Mitte/Ende Juli verantworten, doch die Teiche sind nun, für jeden sichtbar, leer. Die Grüns, Vorgrüns und Abschläge befinden sich noch in gutem Zustand beziehungsweise werden sich schnell erholen. Etwas mehr Zuwendung benötigen nun die Fairways.

Was ist auf den Fairways geplant?

Auf den Fairways kommt der Striegler zum Einsatz. Der Striegler mit seinen Stahlfederzinken richtet die Gräser auf, ermöglicht einen besseren Schnitt und fördert die Bestockung, das heißt die Bildung von Seitentrieben. Gleichzeitig werden Moos und Rasenfilz entfernt, und die Grasnarbe wird aufgerissen, um für eine stärkere Belüftung zwischen den Grashalmen und dem Boden zu sorgen. So kann die Oberfläche schneller abtrocknen, und Pilzinfektionen werden verringert. Durch das Striegeln können teilweise bereits junge Unkrautpflanzen herausgerissen werden, und somit reduziert sich auch der Einsatz von Herbiziden.

Was geschieht auf den Abschlägen und Vorgrüns?

Wir werden die Flächen aerifizieren, das heißt den Boden durch Einbringen von Löchern belüften. Dabei wird die Rasentragschicht mechanisch mit sogenannten Hohlspoons gelockert. Erdkerne, sogenannte Cores, werden ausgestochen. Sie verbleiben zunächst auf der Rasenoberfläche und werden in einem zweiten Arbeitsgang mechanisch abgeräumt. Die ausgestochenen zirka fünf bis zwölf Zentimeter tiefen Löcher, das sind zirka 400 Löcher pro Quadratmeter, werden anschließend mit Sand verfüllt. Mit dieser Regenerationsmaßnahme wird Rasenfilz verringert, das Luft- und Wasserverhältnis im Boden verbessert. Die gewünschten Folgen sind Förderung des Wurzeltiefgangs sowie die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Nährstoffmangel, Trockenstress und Krankheitsbefall.

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