Präsident: Wir sind in der Region gut vertreten
Von Hans-Joachim Redzimski
Das Jahr 2025 war für den Vorstand im Golfclub am Donnersberg ein sehr intensives Jahr. Dieses Fazit zog der Präsident im Golfclub, Michael Tschoepke, auf der Jahresmitgliederversammlung am Mittwoch (6. Mai) in Göllheim. Er führte die Feier zum 30-jährigen Bestehen des Platzes, die Suche nach einem neuen Gastronomen, die Vorbereitung eines Personalwechsels im Sekretariat an.
Tschoepke ließ die dreitägige Jubiläumsfeier im Juli vergangenen Jahres mit einem Nostalgie-Abend am Freitag, dem Präsidentencup mit einer Party am Samstag und einem öffentlichen Empfang am Sonntag Revue passieren. Sie habe ein gelungenes Veranstaltungsportfolio geboten, erklärte er. Es sei eine Reise in die nähere Vergangenheit gewesen. Lebendig im Gedächtnis geblieben waren ihm die Gespräche beim Nostalgie-Abend mit Zeitzeugen von damals, die an die Anfänge von Club und Platz erinnerten. Beispielsweise Margareta Reisdorff, geborene Kretschmann, oder Helmut Blumröder, die mit ihrem Grund und Boden die Grundlagen für den heutigen Platz gelegt haben. ,,Es war ganz schön, es noch einmal präsentiert zu bekommen“, beurteilte er den Blick 30 Jahre zurück.
Erleichtert zeigte sich Tschoepke, dass es dem Club gelungen ist, mit Günter ,,Günni“ Pajger einen Nachfolger für Paul Taylor als Gastronom zu finden. Es sei für ihn als Präsident nunmehr die vierte Veränderung in der Clubgastronomie gewesen. ,,Ich bete zu Gott, dass es die Letzte war, die ich moderieren musste“, sagte er. Mit dem neuen Gastronomen habe man einen Pächter gefunden, der einen eigenen Kundenstamm mitbringe.
Es galt nach den Worten des Präsidenten auch die Nachfolge für Ulrike Körper im Sekretariat zu regeln, die nach 26 Jahren Ende März dieses Jahres in den Ruhestand getreten ist. Mit Dorothee Rüther hat zum 1. März ihre Nachfolgerin ihre Tätigkeit im Sekretariat aufgenommen. ,,Es war richtig, richtig wichtig, jemand zu finden, der in die Fußstapfen von Ulrike Körper treten kann“, betonte Tschoepke.
Als Highlight bezeichnete Tschoepke die zweite Einladung, die der Golfclub im Herbst 2025 an Leukämie erkrankte Kinder und Jugendliche mitsamt ihrer Familien aus dem Elternhaus der Deutschen Leukämie-Forschungs-Hilfe in Mannheim auf seine Anlage ausgesprochen hat. ,,Das war eine herzerwärmende Geschichte“, resümierte er vor der auch für dieses Jahr geplanten Einladung. Die Liste derer, die den Golfclub auch dieses Jahr besuchen wollten, sei schon voll. Die Mitglieder des Golfclubs, die den Aufenthalt der Kinder und Jugendlichen unterstützt hätten, hätten sich von ihrer besten Seite gezeigt.
In seiner Rede ging der Präsident auch die strategischen Zielsetzungen durch, die sich Vorstand und Club im vergangenen Jahr gegeben hatten. Sie betreffen Themen wie Wirtschaftlichkeit, Akzeptanz in der Öffentlichkeit, Leistungssport und Breitensport, die Funktion des Clubs als Begegnungsstätte. Er sah den Club im Einklang mit den Zielsetzungen. Finanziell bezeichnete er den Club auf einem guten Weg. Ökologisch habe der Club Lösungen auf der Anlage gefunden, die nicht nur akzeptiert, sondern auch honoriert würden. Der Golfsport biete im Club eine große Bandbreite individueller Entwicklingsmöglichkeiten. Auf der Terrasse finde Begegnung zwischen Golfspielern und Gästen statt.
,,Wir haben es geschafft, dass wir ein Anlaufpunkt für Golfinteressierte in der Region sind. Wir sind in der Region gut vertreten. Wir haben ein ausgewogenes Verhältnis von Neueintritten und Austritten“, fasste der Präsident die Situation im Golfclub zusammen. Der Club zählt derzeit 713 Mitglieder.
Das Geschäftsjahr 2025 schloss der Donnersberger Club mit einer Unterdeckung von 29.474 Euro ab. Der Fehlbedarf ist etwas geringer ausgefallen als geplant. Der Club profitierte dabei auch von einem Kredit, den er schwerpunktmäßig für den Erwerb eines neuen Mähers aufgenommen hat. Schatzmeister Christian Schwarz sagte, 2025 sei von den Ausgaben her kein Sparjahr gewesen. Die Ausgaben zielten darauf, den Club attraktiv, lebendig und zukunftsfähig zu halten. Der Club plant für das laufende Jahr mit einem Überschuss von 10.200 Euro. Positiv wirkt sich darin die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge aus, auf die der Club für das vergangene Jahr noch verzichtet hat.

