Werner Prätorius 80: ,,Ich bin ein hemmungsloser Optimist“

Von Hans-Joachim Redzimski 

 

Als er Frühjahr 1994 begann, den Golfschläger am Donnersberg zu schwingen, ahnte er nicht, dass aus seiner Mitgliedschaft mehr wird als nur ein guter Golfspieler. Er konnte sich zunächst ganz dem Golfsport widmen und sich an der laufenden Fertigstellung des Golfplatzes als 18-Loch-Platz erfreuen. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sich das wahre Ausmaß seiner Mitgliedschaft im Golfclub  am Donnersberg offenbarte.  2011 rückte er in den Vorstand  des Clubs ein; 2012 folgte dann  als Nachfolger von Wolfgang Sauer seine Berufung als Präsident.  Und als Präsident sollte er bis 2022  ganze zehn Jahre im Amt  bleiben.  Heute, am 29. April, wird Werner  Prätorius  80 Jahre alt.

 

Werner Prätorius hat sich einen Namen im Golfclub am Donnersberg erarbeitet. Als  genau, sorgfältig, exakt und akribisch tätiger ehrenamtlicher Vereinsboss, der den Club wie ein Hauptamtler geführt hat.  Seine  vormalige Tätigkeit in der Industrie, er war ein hochrangig angesiedelter Manager bei der BASF,  dürfte ihn dabei entscheidend geprägt haben.  Er liebte es, alle Fäden selbst in der Hand zu haben. Dem Club tat er gut. Der honorierte sein außerordentliches Engagement mit seinem Ausscheiden aus dem Amt 2022 mit der Ehrenmitgliedschaft.

 

Wenn nunmehr nicht mehr im operativen Geschäft des Clubs tätig, der neue Vorstand unter der Ägide von Michael Tschoepke hat dies übernommen, so nimmt Werner Prätorius bis zum heutigen Tag noch immer eine gewichtige Rolle für den Donnersberger Golfclub ein. Als Geschäftsführer der Golf am Donnersberg Betriebs-GmbH  kümmert er sich um das Anlagevermögen, also Platz und Infrastruktur.  Der Club selbst ist Pächter der Anlage am Röderhof. 

 

Der Job, den er bereits seit Mitte der 2010er innehat, nachdem sich die Betriebs-GmbH  damals organisatorisch neu aufgestellt hat,  indem der Club bis zu drei Personen für den Beirat der Betriebs-GmbH benennen darf, macht ihm Freude. Er sei aufregend und herausfordernd, urteilt er. Für zwei Jahre ist er noch als Geschäftsführer gewählt. Und die will er gut und ordentlich hinter sich bringen.  

 

Werner Prätorius ist, und das wird auch hierbei deutlich, kein Mann für halbe Sachen. Er erinnert in diesem Zusammenhang gern an seinen Wahlspruch, den er auch in der Industrie praktiziert hat und der im Kern einer preußischen Tugend gleichkommt: ,,Wenn ich mir ein Amt vornehme, dann will ich es auch richtig machen. Mir geht es dabei nicht um den Titel. Mir geht es um den Inhalt.“  

 

80 Jahre geworden zu sein, will er nicht zu hoch hängen. Es erfüllt den in Limburg  an die Lahn geborenen Hessen-Nassauer mit zweitem Bildungsweg und Promotion an der TH Darmstadt  in Technischer Chemie  gleichwohl mit Dankbarkeit. ,,Wenn man 80 wird, macht man sich natürlich seine Gedanken, wie es weitergeht. Ich bin ein hemmungsloser Optimist und glaube daran, dass es noch ein paar Jährchen weitergehen kann. Aber man weiß ja nie“,  sagt Werner Prätorius, der in letzter Zeit eine Gallenerkrankung bewältigen musste. Wieder gesundet, hofft der Mann, der gerne zwischen Ludwigshafen, seinem Wohnort, und Mallorca hin und her jettet,  nunmehr in die Golfsaison einsteigen zu können und am Seniors Day und am Mens Day wieder teilnehmen zu können. 

 

Werner Prätorius  erwartet, dass der Geburtstag für ihn ruhig ablaufen wird.  Es sei mitten in der Woche, verweist er auf das Datum. Mit seiner Familie und ein paar guten alten Freunden werde er dann am Samstag im Clubhaus den 80. feiern. 

 

Herzlichen Glückwunsch Werner Prätorius!

 

 

Nach oben scrollen