Von Hans-Joachim Redzimski
Der Golfplatz am Donnersberg befindet sich im Hitze-Stress. Kein Regen, der das Areal auf natürliche Art und Weise feucht hält, Wind, der das Gelände zusätzlich austrocknet, hohe Temperaturen, die Wasser zum Teil auf dem Platz und in den Becken verdunsten lassen, schwindende Wasserreserven, die es notwendig machen, strategisch und sorgsam mit dem vorhandenen Wasser umzugehen, die grundsätzliche Entscheidung des Clubs, nur Oberflächenwasser zur Beregnung des Platzes zu benutzen. Das ist die aktuelle Situation im Golfclub am Donnersberg, über die Hans-Joachim Redzimski mit dem Vorstand für Platzpflege und -entwicklung, Gunter Neureuther, sprach.
Wie dramatisch ist derzeit die Situation auf dem Golfplatz?
Der trockene und sehr heiße Sommer belastet unsere Golfanlage sehr stark. Seit dem 11. Juni haben wir keinen messbaren Niederschlag. Die extreme Hitze und auch der austrocknende Wind führen auch zu einer starken Verdunstung bei den Wasserreservoirs. Das gesamte Jahr 2026 ist Stand heute viel zu trocken, Stand 3. Juli nur circa 212 mm Gesamtniederschlag.
Wie hat sich die Situation über das Jahr hinweg entwickelt?
Ausreichender Niederschlag im Januar mit 52 mm füllte unsere vereinseigenen Wasserresourcen. Der sehr trockene März und April mit summierten 28 mm Niederschlag ermöglichten uns eine sehr gute Platzpflege für den Saisonstart. Im Mai präsentierte sich der Platz in einem hervorragenden Zustand, der Spaß und Freude am Golfsport machte.
Wie groß ist die Sorge derzeit, nicht mehr ausreichend Wasser zu haben, um den Platz über den Sommer zu bringen?
Wir verfügen noch über ausreichend Wasser, um den Platz sicher über und durch die Saison zu bringen. Für die Grüns und die Abschläge wird immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Bezüglich der Fairways müssen wir allerdings mit der Beregnung etwas haushalten.
Wie bezahlt haben sich die neuen Regner gemacht, die in den vergangenen Jahren abschnittsweise eingebaut wurden und die Beregnung auf das Wesentliche des Platzes konzentriert haben?
Der Einbau der neuen Regner hat zu einer sichtbaren und spürbaren Verbesserung der Fairwayqualität in dieser schwierigen Phase des Sommers geführt.
Besonders im Fokus sind die Grüns, die stellenweise schon deutliche Trockenschäden aufweisen. Wie kann man die Grüns vor weiteren Schäden schützen?
Unsere Grüns bestehen aus zwei verschiedenen Grassorten, die einen extrem kurzen Schnitt ermöglichen. Teilweise wurden diese auf 3,6 mm geschnitten, Stand heute 4,2 mm. Um die Grüns zu schützen, ist es notwendig, nun auf 4,6 mm zu gehen.
Wie stark hat sich die Trockenheit auf die Platzqualität ausgewirkt?
Ich denke, der Platz lässt sich noch immer fair und gut spielen.

